Uhren-Zeichen-Test

Der Uhren-Zeichen-Test wurde erstmals 1993 von Shulman et al. [1] veröffentlicht und dient zur Früherkennung und Überwachung einer Demenzerkrankungen. Dabei prüft der Test die Visuokonstruktion, das Gedächtnis, die Raumwahrnehmung, exekutive Funktionen und das Problemlösen. Die hier verwendete Modifikation nach Thalmann et al. von 2002 [2] ist am besten für das Screening einer Demenz geeignet.
Durchführung

  1. Legen Sie das Blatt mit der Aufschrift «Bitte zeichnen Sie eine Uhr» und dem vorgegebenen Kreis dem Patienten hin (Link zur Vorlage als PDF).
  2. Geben Sie folgende Anweisungen: «Bitte zeichnen Sie eine Uhr mit allen Zahlen und Zeigern, die nötig sind und sagen Sie mir, wenn Sie fertig sind.»
  3. «Bitte schreiben Sie nun die Uhrzeit Ihrer gezeichneten Uhr in den unteren Kasten, wie es z. B. im Fernsehheft oder im Zugfahrplan stehen würde.»
Sind 12 Zahlen vorhanden?
Ist die Zahl «12» oben?
Sind zwei unterscheidbare Zeiger (z. B. Dicke oder Länge) vorhanden?
Stimmt die gezeichnete Zeit mit der Zeit im «Fahrplanformat» überein?

Uhrentest:

Interpretation
Punkte Beurteilung Empfehlung
7 Test unauffällig
6 Test auffällig Demenzscreening erweitern, z. B. mittels «Montreal Cognitive Assessment» (MoCA) oder «Mini-Mental Status» (MMS)
≤ 5 Test pathologisch Weiterabklärung einer Demenz empfohlen.
Referenzen
  1. Shulman KI, Pushkar Gold D, Cohen CA et al. Clock-drawing and dementia in the community: A longitudinal study. International Journal of Geriatric Psychiatry 1993; 8: 487-496
  2. Thalmann B, Spiegel R, Stähelin HB et al. Dementia screening in general practice: optimised scoring for the clock drawing test. Brain aging 2002; 2: 36-43

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